
Plattformen und Shops
SaaS vs. Open Source im Schweizer E-Commerce
Beim SaaS-Modell wie Shopify übernimmt der Anbieter Hosting, Updates und Sicherheit. Bei Open-Source-Lösungen wie WooCommerce und Magento hat das Unternehmen die Kontrolle über den Code und Anpassungen.
SaaS und Open Source: Zwei Modelle im Vergleich
Beim SaaS-Modell, etwa bei Shopify, verwaltet der Anbieter Hosting, Updates und Sicherheit. Mit Open-Source-Lösungen wie WooCommerce und Magento kontrolliert das Unternehmen den Code und die individuellen Anpassungen.
Für einen schweizerischen E-Commerce hat die Wahl auch Auswirkungen auf die Verwaltung personenbezogener Daten und darauf, wer für das Hosting zuständig ist. Die passende Lösung hängt von den Geschäftsprozessen und dem erwarteten Wachstum ab.
Anfangskosten und versteckte Kosten
Der monatliche Abo-Preis reicht nicht aus, um die Kosten einer Plattform zu bewerten: Die Ausgaben entstehen auch im Laufe der Zeit. Plugins, Module und zusätzliche Anpassungen zur Kompensation von Einschränkungen können die Infrastruktur komplexer und wartungsintensiver machen.
Swizzonic bietet Webhosting-Pakete ab CHF 1.26 pro Monat, inkl. MwSt., an und führt WooCommerce als eine der verfügbaren Lösungen auf. Dies ist ein Tarif für das Hosting; Entwicklung, Erweiterungen und Wartung sind separat zu bewertende Positionen.
Berücksichtigen Sie im Vergleich auch den Arbeitsaufwand für die Verwaltung der Lösung und die möglicherweise erforderlichen Änderungen. Die Kosten hängen von der Architektur und den Anforderungen des Unternehmens ab.
Anpassungsfähigkeit und Kontrolle über den Code
WooCommerce und Magento ermöglichen die Kontrolle über den Code und die individuelle Anpassung der Plattform. Magento Open Source eignet sich für Unternehmen mit qualifizierten technischen Teams, die umfangreiche Anpassungen benötigen.
Bei Shopify, einem SaaS-Modell, verwaltet der Anbieter Updates, Sicherheit und Hosting. Der Vergleich betrifft also einerseits die direkte Kontrolle über den Code und andererseits die Auslagerung der Infrastrukturverwaltung an den Anbieter.
Wartung, Sicherheit und Hosting
Im SaaS-Modell verwaltet der Anbieter Updates, Sicherheit und Infrastruktur. In der Cloud können Ressourcen bei Bedarf hinzugefügt und wieder deaktiviert werden, ohne dass die Hardware direkt verwaltet werden muss.
Infomaniak hostet Daten in eigenen Rechenzentren in der Schweiz; Hostpoint gibt an, seine Infrastruktur vollständig in der Schweiz zu betreiben. Bei einem Open-Source-Projekt ist die Wahl des Hosting-Anbieters von der Wahl der Plattform getrennt.
Das neue Bundesgesetz über den Datenschutz (nDSG) und die entsprechenden Ausführungsbestimmungen sind seit dem 1. September 2023 in Kraft. Das Gesetz stärkt den Schutz personenbezogener Daten, anerkennt Rechte der betroffenen Personen und führt Pflichten für Unternehmen ein.
Das nDSG betrifft auch ausländische Organisationen, die Daten von in der Schweiz ansässigen Personen bearbeiten, unabhängig vom Ort der Bearbeitung. Die Wahl eines Anbieters oder einer Plattform ersetzt nicht die Pflichten des Unternehmens: Erfassung, Speicherung, Nutzung, Übermittlung und Löschung der Daten müssen bewertet werden.
Schlüsselereignisse in der Datenregulierung in der Schweiz
- Inkrafttreten des nDSG
- 1. September 2023
- Anwendung auf ausländische Unternehmen
- Unabhängig vom Ort der Bearbeitung von Daten von Personen in der Schweiz
Skalierbarkeit und Anpassung an das Wachstum
Cloud-Ressourcen können bei Nichtgebrauch hinzugefügt und deaktiviert werden. Die Wahl sollte auch berücksichtigen, wie die Plattform die Weiterentwicklung der Prozesse und der Geschäftstätigkeit unterstützen wird.
27 % der Unternehmen planen eine Migration der Plattform aufgrund von Skalierbarkeitsgrenzen oder struktureller Starrheit. Für expandierende Unternehmen stellt die Migration auf eine neue Plattform laut Forrester den Hauptkostenpunkt dar.
So wählen Sie richtig: Ausgangspunkt sind die Geschäftsprozesse
Die Entscheidung beginnt damit, wie das Unternehmen heute arbeitet und wie es wachsen möchte. Fragen Sie sich, wie die Lagerbestände verwaltet werden, wie ERP-, CRM- und Managementsysteme miteinander kommunizieren und ob Preislisten zwischen B2B- und B2C-Kunden geändert werden müssen.
Berücksichtigen Sie auch Logistik und Versand. Wenn diese Prozesse klar sind, fällt die Wahl zwischen der durch Open Source gebotenen Code-Kontrolle und der beim SaaS-Anbieter ausgelagerten Infrastrukturverwaltung leichter.
