Vendere sui marketplace svizzeri: canali, IVA e logistica: Galaxus e Digitec: GMV di 3,55 miliardi di euro nel 2024.; Soglia IVA svizzera: fatturato annuo CHF 100'000 per obbligo.; Con logistica DDP il venditore assume dazi e IVA; cliente conosce prezzo.
Bild: Commercio Online

Marktplätze

Verkauf auf Schweizer Marktplätzen: Kanäle, MWST-Pflichten und Auftragsabwicklung

Galaxus und Digitec sind die führenden Schweizer Marktplätze: 2024 erzielten sie ein GMV von rund 3,55 Milliarden Euro. Sie bieten Kategorien wie Elektronik, Haushalt und Hobby an.

Die wichtigsten Schweizer Marktplätze

Galaxus und Digitec sind die führenden Schweizer Marktplätze: 2024 erzielten sie ein GMV von rund 3,55 Milliarden Euro. Sie bieten Kategorien wie Elektronik, Haushalt und Hobby an.

Zalando.ch ist der führende Modemarktplatz in der Schweiz mit einem milliardenschweren Umsatz. Amazon.de wird zwar aus Deutschland betrieben, aber von Schweizer Konsumenten genutzt: 2021 erfolgten 64 % der Online-Käufe im Ausland über deutsche Plattformen.

Ricardo ist ein Schweizer Auktions- und Anzeigenmarktplatz. Zum Verkaufen benötigt man einen Wohnsitz in der Schweiz oder in Liechtenstein, ein registriertes Benutzerkonto, die Bestätigung der E-Mail-Adresse und Telefonnummer sowie eine Dokumentenprüfung.

Rechtliche und steuerliche Anforderungen für den Verkauf

Ausländische Verkäufer müssen sich unter Umständen für die schweizerische Mehrwertsteuer (MWST) registrieren lassen. Die angegebene Schwelle für die Steuerpflicht beträgt einen Jahresumsatz von CHF 100'000; um die Pflicht im eigenen Fall zu prüfen, sind die Hinweise der Eidgenössischen Steuerverwaltung (ESTV) zu konsultieren.

Die seit dem 1. Januar 2024 geltenden MWST-Sätze betragen 8,1 % für die meisten steuerbaren Leistungen und 2,6 % für Kategorien wie Lebensmittel, Medikamente, Zeitungen und Bücher. Der spezielle Satz von 3,8 % gilt für Beherbergungsleistungen im Hotelgewerbe.

Die Rechtsgrundlage bildet das Mehrwertsteuergesetz (MWSTG) und die Mehrwertsteuerverordnung (MWSTV). Die ESTV verweist unter anderem auf die Artikel 49 und 50–52 MWSTV für Medikamente und Druckerzeugnisse; der Verkäufer muss den korrekten Steuersatz anwenden und die MWST-Nummer auf der Rechnung angeben.

Die ESTV stellt Informationen zur Steuerpflicht und Registrierung, Formulare, MWST-Nummer sowie zur Online-Abrechnung bereit. «MWST easy» ist nicht mehr verfügbar: Nutzer müssen gemäss den Anweisungen der ESTV auf «MWST pro» umsteigen.

Gültige MWST-Sätze ab 1. Januar 2024

  • Schwelle für MWST-RegistrierungspflichtCHF 100'000
  • Normalsatz8,1 %
  • Reduzierter Satz (Lebensmittel, Medikamente, Zeitungen, Bücher)2,6 %
  • Sondersatz (Hotelbeherbergung)3,8 %

Auftragsabwicklung und DDP-Logistik

Bei der DDP-Logistik (Delivered Duty Paid) übernimmt der Verkäufer die Importkosten, einschliesslich Zölle, MWST und Zollabfertigung. Der Kunde kennt so den Endpreis und erhält bei der Lieferung keine unerwarteten Kosten.

Ohne DDP muss der Kunde unter Umständen Zölle und MWST beim Zoll entrichten: Unerwartete Gebühren können die Conversion hemmen und zum Abbruch des Kaufvorgangs führen. Daher wird ausländischen Verkäufern der DDP-Versand empfohlen.

DDP kann mit einem Kurierdienst organisiert werden, der die Zollabfertigung einschliesst, wie die Schweizer Post, DHL oder FedEx, oder durch Nutzung eines Lagers in der Schweiz für die lokale Abwicklung. Die Wahl hängt vom Volumen und dem durchschnittlichen Warenwert der Produkte ab.

Für Retouren sollten klare Richtlinien vorgesehen werden; eine zeitnahe Auftragsabwicklung sowie die Überwachung von Feedback und Verkäufen helfen, Reputation und Ranking zu verbessern. Kostentransparenz ist entscheidend: 2024 gaben Schweizer Konsumenten CHF 2,6 Milliarden bei ausländischen Online-Händlern aus, 18 % mehr als im Vorjahr.

Vergleich zwischen DDP-Versand und Versand ohne DDP

  • Mit DDP (Delivered Duty Paid)Vorteile: Transparenter Endpreis, keine unerwarteten Kosten für den Kunden, höhere Conversion und weniger Warenkorbabbrüche. Nachteile: Importkosten (Zölle und MWST) gehen zu Lasten des Verkäufers.
  • Ohne DDPVorteile: Geringere Anfangskosten für den Verkäufer. Nachteile: Der Kunde muss unter Umständen Zölle und MWST beim Zoll entrichten, was ein hohes Risiko für Warenkorbabbrüche und Unzufriedenheit birgt.

Operativer Plan für einen erfolgreichen Verkauf

Prüfen Sie das Potenzial Ihres Sortiments: Die Schweiz ist ein reifer Markt, und 2023 lag das angegebene durchschnittliche Pro-Kopf-Einkommen bei 96'050 Euro. 90 % der Personen zwischen 16 und 65 Jahren haben mindestens einen Online-Kauf getätigt.

Wählen Sie die Kanäle entsprechend Ihrer Zielgruppe: Galaxus und Digitec für ein breites Publikum, Zalando für Mode, Amazon.de, um Konsumenten zu erreichen, die auf deutschen Plattformen kaufen, und Ricardo für lokale Nischen. Beginnen Sie mit ein oder zwei Kanälen und prüfen Sie die jeweiligen Zugangsbedingungen.

Prüfen Sie die MWST-Registrierungspflicht bei der ESTV und richten Sie die DDP-Logistik mit einem Kurierdienst inklusive Zollabfertigung oder einem Lager in der Schweiz ein. Erstellen Sie Angebote auf Deutsch, Französisch oder Italienisch mit Preisen in Franken und unter Einhaltung der lokalen Vorschriften für Kennzeichnung und Sicherheit.

Überwachen Sie Verkäufe und Feedback, wickeln Sie Aufträge zeitnah ab und kommunizieren Sie Ihre Retourenrichtlinien klar. In der Schweiz tragen Preistransparenz und Schnelligkeit zur Reputation des Verkäufers bei.

Operativer Plan für den erfolgreichen Verkauf auf Schweizer Marktplätzen

  1. Wählen Sie die VertriebskanäleGalaxus und Digitec für ein breites Publikum, Zalando für Mode, Amazon.de, um Konsumenten zu erreichen, die auf deutschen Plattformen kaufen, und Ricardo für lokale Nischen. Beginnen Sie mit ein oder zwei Kanälen und prüfen Sie die Zugangsbedingungen.
  2. Überwachen Sie Verkäufe und FeedbackVerfolgen Sie Verkäufe und Feedback, wickeln Sie Aufträge zeitnah ab und kommunizieren Sie klare Retourenrichtlinien. In der Schweiz tragen Preistransparenz und Schnelligkeit zur Reputation des Verkäufers bei.

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