
Conversion-Optimierung
Warenkorbabbrüche auf der Checkout-Seite reduzieren
Laut Stripe werden über 70 % der Online-Warenkörbe vor dem Kauf aufgegeben. MyCommerce gibt an, dass etwa drei von vier Kunden den Bestellprozess nicht abschliessen.
Einleitung: Das Ausmass des Phänomens
Laut Stripe werden über 70 % der Online-Warenkörbe vor dem Kauf aufgegeben. MyCommerce gibt an, dass etwa drei von vier Kunden den Bestellprozess nicht abschliessen.
Die von Klaviyo zitierten Daten von Dynamic Yield zeigen eine Abbruchrate von 80 % auf Mobilgeräten und 68 % auf Desktop-Computern. Für E-Shops weisen die Benchmarks von Klaviyo durchschnittliche Einnahmen von 3,65 USD pro Empfänger aus einem gut strukturierten Wiederherstellungs-Flow aus.
Warenkorbabbruchraten in der Schweiz und im Allgemeinen
Warum Kunden den Warenkorb beim Checkout abbrechen
Zusätzliche Kosten wie Versand und Steuern, die erst beim Bezahlen sichtbar werden, können den Kauf unterbrechen. Auch hohe Versandkosten schrecken Kunden ab.
Eine Checkout-Seite mit zu vielen Schritten oder unnötigen Feldern erhöht den Aufwand. Die Pflicht, ein Konto zu erstellen, ist ein weiterer häufiger Grund für den Abbruch.
Das Fehlen einer bevorzugten Zahlungsmethode führt zu Frustration: Laut MyCommerce bevorzugen 62 % der Schweizer Online-Käufer die Zahlung auf Rechnung.
Bedenken hinsichtlich der Datensicherheit, lange Ladezeiten und eine für Smartphones ungeeignete Seite können potenzielle Käufer davon abhalten, die Bestellung abzuschliessen.
Vorteile und Risiken der Kontopflicht
- Pro
- Sammelt Nutzerdaten für personalisiertes Marketing
- Contra
- Erhöht die Warenkorbabbruchrate
- Pro
- Verbessert die Nachverfolgbarkeit von Bestellungen
- Contra
- Abschreckend für Kunden, die schnell kaufen möchten
Strategien zur Vereinfachung des Checkouts und zur Steigerung der Conversion-Rate
- Zeigen Sie den Gesamtbetrag einschliesslich Versandkosten und Steuern vor der Bestätigung an. Kommunizieren Sie die Kosten bereits auf der Produktseite oder im Warenkorb und geben Sie, wenn möglich, einen Schwellenwert für den kostenlosen Versand an.
- Reduzieren Sie den Checkout auf die notwendigen Informationen und ermöglichen Sie den Gastkauf. Ein One-Page-Checkout kann die Felder für Versand, Rechnungsstellung und Zahlung gemeinsam anzeigen.
- Vereinfachen Sie das AusfüllenDie automatische Adressvervollständigung über die Google Maps API ist eine der empfohlenen Lösungen, um die manuelle Dateneingabe zu reduzieren.
- Gestalten Sie die Seite mit Fokus auf Smartphones. Ständig sichtbare Schaltflächen beim Scrollen, eine numerische Tastatur für Kartendaten und Authentifizierung via Face ID oder Touch ID sind empfohlene Massnahmen für den mobilen Checkout.
- Bieten Sie Zahlungsmethoden an, die für Schweizer Kunden geeignet sind. Ein Payment Service Provider (PSP) kann Mastercard, Visa, PayPal, PostFinance oder TWINT integrieren; Stripe gibt an, dass TWINT über Payment Element oder Checkout mit einer einzigen Integration aktiviert werden kann.
- Identifizieren Sie den Punkt, an dem Kunden den Bezahlvorgang abbrechen: Weisen Sie den Checkout-Schritten eindeutige URLs oder Parameter zu und analysieren Sie diese mit Google Analytics. Klaviyo misst die Rate, indem es die Ereignisse «Zahlung gestartet» und «Bestellung aufgegeben» vergleicht.
Von Schweizer Käufern bevorzugte Zahlungsmethoden
- Zahlung auf Rechnung
- 62 %
- TWINT
- Hohe Akzeptanz
- PostFinance
- In Schweizer Online-Shops verbreitet
- PayPal
- Weitgehend akzeptiert
- Mastercard / Visa
- Internationaler Standard
Wichtige Schritte zur Reduzierung von Warenkorbabbrüchen
- Zeigen Sie den Gesamtbetrag mit Versandkosten und Steuern bereits auf der Produktseite an
- Ermöglichen Sie den Gastkauf ohne Registrierung
- Nutzen Sie einen One-Page-Checkout
- Implementieren Sie die Adressvervollständigung über die Google Maps API
- Optimieren Sie die Seite für mobile Geräte
- Bieten Sie TWINT, PostFinance, PayPal und internationale Karten an
- Analysieren Sie die Google-Analytics-Daten mit eindeutigen URLs für jeden Schritt
Prozess zur Wiederherstellung aufgegebener Warenkörbe
- Identifizieren Sie den Abbruch mit den Ereignissen «Zahlung gestartet» und «Bestellung aufgegeben»
- Senden Sie eine E-Mail oder Nachricht mit Erinnerung und Rabatt
- Nutzen Sie automatisierte Kampagnen auf Plattformen wie Klaviyo oder SendCloud
- Bieten Sie kostenlosen Versand ab einem bestimmten Bestellwert an
- Erinnern Sie den Kunden an die Endkosten und die Rückgabebedingungen
Die Rolle von Transparenz und Vertrauen
Machen Sie die Logos der akzeptierten Zahlungsmethoden auf der Checkout-Seite sichtbar und verwenden Sie klare Angaben zur Währung, zum Endpreis und zu Rückerstattungen. Für Kunden in der Schweiz hilft die Anzeige der Preise in CHF, den zu zahlenden Betrag verständlich zu machen.
Verwenden Sie verständliche Fehlermeldungen und begrenzen Sie Aufschläge, Umleitungen oder Fehlfunktionen. Gültige Zertifikate und stabile Performance tragen dazu bei, Sicherheitsbedenken zu reduzieren.
Erklären Sie die Rückgabebedingungen und alle mit der Bestellung verbundenen Kosten klar. Im Voraus kommunizierte Kosten und leicht auffindbare Rückgaberichtlinien helfen, das Vertrauen zu stärken.



